Produktionsmöglichkeiten von Schnellbeton

Um schnell erhärtenden Beton herzustellen, gibt es verschiedene Verfahren. Schnellbeton hat eine definierte Offenzeit und muss innerhalb einer bestimmten Zeit eine vorgegebene Festigkeit entwickeln. Produktion und Transport des Schnellbetons sollten möglichst wenig Zeit beanspruchen. Dadurch kann die Offenzeit, welche auf die Minute genau eingestellt werden kann, kurz gehalten werden. Die geforderte Festigkeit wird somit früher erreicht und die betonierte Verkehrsfläche kann früher frei gegeben werden. In einem Betonmischwerk mit Doppelwellenzwangsmischer wird eine gute Homogenität des Schnellbetons erzielt. Da sich die wenigsten Mischwerke auf dem Flughafengelände (airside) befinden, ist der Zeitbedarf für Transport und Sicherheitskontrollen am Tor vergleichswesie hoch. Betoneinbauten mit hoher Stundenleistung  (beispielsweise mit Gleitschalungsfertigern) sind so kaum möglich. Hierfür ist ein Mischwerk auf dem Gelände des Flughafens (airside) zwingend notwendig.
Eine weitere Möglichkeit bietet das Betonmobil. Dieses produziert den Schnellbeton direkt am Einbauort just in time. Der Frischbeton muss nicht transportiert werden. Daher kann die Offenzeit vergleichsweise kurz eingestellt werden. Es besteht somit keine Unsicherheit bezüglich der Transportdauer. Die Sicherheit für das Gelingen der Baumassnahme steigt. Durch das für Schnellbeton optimal geeignete Mischverfahren kann ein homogener Beton produziert werden. Die Vorteile der präzise einstellbaren Offenzeit und Konsistenz bleiben auch bei diesem Verfahren bestehen. Der Hauptunterscheid zu herkömmlichen Mischwerken ist die Produktionskapazität. Das Betonmobil hat einen Ausstoss von ca 20 m3 pro Stunde. Dies genügt für den Ersatz einzelner Betonplatten.
Betonmischwerke hingegen können bis zu 250 m3 Beton pro Stunde herstellen, was beispielsweise für den effizienten Einsatz eines Gleitschalungsfertiger geeignet ist. Auf diese Weise können bis zu 1’000 m2 Schnellbetonfläche in einer Nachtsperre erstellt werden.